Flexi – Frauen an die Spitze?

11 Mrz

Es geht gut voran mit der Gleichstellung, meint Frauenministerin Kristina Schröder.
Wenn es in dem Tempo allerdings weitergeht, machen wir vermutlich eher Urlaub auf dem Mars, als dass wir eine wirkliche Gleichstellung bei Themen wie Führungspositionen und Gehalt haben.
Aber wie kann es sein, dass jeder sich anscheinend mit diesem Schneckentempo der Gleichberechtigung zufrieden gibt (allen voran unsere Frauenministerin), obwohl diese jetzt schon jederzeit umsetzbar wäre, wenn Männer in Entscheiderpositionen dies endlich zulassen würden. Gut ausgebildete und qualifizierte Frauen gibt es genug.
Zukunftstechnologien werden rasant weiterentwickelt, bald werde ich mein komplettes Leben mit dem Smartphone managen können, aber mit der Gleichstellung geht es einfach „nur“ voran….
Ich freue mich sehr, über die Aktion „Pro Quote“ der Medienfrauen, denn nur so kann es mit der Umsetzung zügig klappen. Aber selbst hier sprechen wir noch von Zeitfenstern von 5 Jahren. Also werden wir bis zu einer vollständigen Gleichberechtigung im Job vermutlich nicht nur auf dem Mars urlauben, sondern dort schon lange leben. Aber auch solche Szenarien halten unsere Frauenministerin nicht davon ab, für eine „ Flexi Quote“ einzutreten, statt für eine wirkliche Frauenquote in Unternehmen zu kämpfen. Das ist an Absurdität gar nicht zu überbieten.
Aber wenn die Ministerin bei den Strukturen schon humpelt, kann man auch leider keine inhaltlichen Debatten erwarten, die mir persönlich wesentlich lieber wären.
Es stellt sich doch besonders die Frage, warum Frauen in Führungspositionen so unglaublich wichtig sind. Jedenfalls nicht dann, wenn sie versuchen die besseren und härteren Männer zu sein.
Frauen sind wesentlich teamorientierter und wissen soft skills besser oder überhaupt einzusetzen. Sie haben einen emotionaleren Führungsstil und sind zielorientierter. Bei Ihnen geht es nicht um eine pure Anwesenheitspflicht von 80 Stunden pro Woche in Führungspositionen. Dafür müssen dann aber auch die Frauen, die es an die Spitze geschafft haben, einstehen. Aber bei vielen kommt hier der Punkt, wo sie umkippen und Ihre Prinzipien leider über Bord werfen. Auf diese Weise schaden sie mehr den Frauen, als es Männer überhaupt je könnten.
Sobald Frauen die machohaften Arbeitsweisen selber übernehmen, wird die Messlatte für andere Frauen unsichtbar höher gelegt. Und Frauen in Führungspositionen werden folgendes Profil aufweisen: Ledig, jung, machtorientiert, überarbeitet und assimiliert. Wer will das? Und vor allem, was bringt das?
Ich wünsche mir Frauen, die Ihre Intelligenz und Emotionalität einsetzen und aufzeigen, wie in weniger Zeit erfolgreicher gearbeitet und geführt werden kann. Nur so haben Frauen und Männer zukünftig die Möglichkeit Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen und für die kommenden gesellschaftlichen Herausforderungen gerüstet zu sein.
Ich wünsche mir Frauen, die für Ihre Werte und Überzeugungen einstehen und nicht wie erfolgreiche Manager oder Politiker heutzutage stolz verkünden, dass sie für Ihre Karriere Ihre Familie und Kinder vernachlässigt haben. Und niemand ist entsetzt…
Ich wünsche mir eine Familienministerin (und weitere Frauen aus der Öffentlichkeit), die zeigt, wie man Beruf, Familie und soziale Kontakte tatsächlich miteinander vereinbaren kann und auf diese Weise wirklich Vorbild für Frauen ist. Nämlich durch zielgerichtetes Arbeiten, unter Berücksichtigung der persönlichen Prioritäten, einen tollen und erfolgreichen Job zu machen. Und die Fragen werden zukünftig nicht mehr lauten, wie viele Stunden arbeiten Sie denn in der Woche, sondern, was haben Sie erreicht und wofür stehen Sie? Aber stattdessen haben diese Frauen einfach nur Vollzeit-Nannys zu bieten.

Ich wünsche mir Frauen, die aufzeigen, wie wichtig es ist, ein Gesellschaftsmodell zu entwickeln, das ein glückliches und zufriedenes Zusammenleben fördert. Oder weshalb sind wir nochmal alle hier?

Das sind alles Themen, neben vielen, vielen anderen, die sich hinter einer Quote im positiven Sinne verbergen. Wie wichtig es ist, dass Frauen gleichberechtigt in allen Bereichen unserer Gesellschaft vertreten sind und diese letztlich positiv und entscheidend verändern können. Doch bis zu dieser Diskussion kommen wir gar nicht erst. Lieber verstecken wir uns Jahrzehnte hinter Flexi oder Nicht-Flexi, ohne mal frech zu fragen, was passiert eigentlich, wenn wir nicht endlich eine Quote haben werden? Ist unsere Gesellschaft dann eigentlich überhaupt noch auf Dauer überlebensfähig? So wird ein Schuh draus, Frau Schröder & Co.
Persönlich führe ich seit April meinen Job in einer Führungsposition in Teilzeit aus, um nebenher noch Zeit für ein Studium zu haben. „Freitags ist sie nie da…“
Wenn die Ziele klar sind, alles eine Frage der Organistation!

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